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24. Mrz 18:30 - 20:00

Lebensfreude und Mitmenschlichkeit in der Shanti-Familie

Die Arbeit der Shanti Leprahilfe in Nepal.

Dozent / Künstler: Marianne Grosspietsch

+++ ausgebucht, leider keine Anmeldung mehr möglich! +++

„Lepra“ – zunächst ein erschreckendes Wort – bis ich 1973 zum ersten Mal Leprakranke persönlich traf. Ich sah ihre Not und wollte sie lindern. So gründete ich 1992 zusammen mit meiner Familie und Freund*innen die Shanti Leprahilfe Dortmund e.V. Ca. 1.000 Schutzsuchende haben dort inzwischen ein neues Zuhause gefunden. Dabei wurde aus dem Gegenüber ein Miteinander – ich entdeckte ihre Talente, nahm ihre Sehnsüchte wahr und begleitete sie in ein kreatives, selbstbestimmtes Leben. Heute sind sie Schutzsuchende und gleichzeitig Mitarbeitende in dem Shanti-Zentrum mit Klinik, Pflegeabteilung, Waisenhaus, Waldorf-inspirierten Kindergarten und Schule, Demeter-orienierter Landwirtschaft, beschützenden Werkstätten wie Schneiderei, verschiedenen Webereien, Strickerei, Papierwerkstatt, Mal-Atelier, Silberschmiede, Schreinerei u.a.. Neben dem Erhalt ihrer Kulturen in Kunst, Musik und Tanz ist das Upcyclen ein zentrales Anliegen.

Ich möchte erzählen von den begabten Menschen und ihren jeweiligen Geschichten, von Kindern, die uns gebracht werden, und alten Menschen – möchte erzählen, wie sie bei Shanti gefördert werden und Selbstwertgefühl und Lebensfreude fanden und finden. Dann zur gegenwärtigen Situation in Nepal allgemein in Politik, Wirtschaft und Gesundheitswesen sowie zu den kulturellen Besonderheiten in dem hinduistischen Staat, Corona hat das Land in eine tiefe Krise gestürzt und das Elend der niedrigen Kasten massiv verschärft, z.B. das der Tagelöhner, die seit März 2020 keinerlei Einkünfte mehr haben, weil keine Touristen mehr kommen – und das in einem Land ohne irgendeine soziale Absicherung, wie sie uns hier in Deutschland selbstverständlich ist. In dieser Situation veränderte sich das Selbstbewusstsein der Shanti-Familie grundlegend in beglückender Weise: Die Menschen, die von der Gesellschaft wegen ihrer Behinderung noch immer verachtet und ausgegrenzt werden, entwickeln sich zu Lebensrettenden für die Menschen, die buchstäblich zu verhungern drohen. Ihnen ist nämlich in der Krise deutlich geworden, wie gesichert sie selber leben dank der Hilfe ihrer deutschen Spender*innen. Sie packen jeden Tag hunderte von Lebensmitteltüten, vermalen und mischen Getreide und Hülsenfrüchte zu Litho, einem nahrhaften Aufbaubrei für Kinder mit Mangelernährungssymptomen, pflanzen Obstbäume auf Almenden auch außerhalb Kathmandus.

 

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KONTAKT ags@rudolfsteinerhaus.org, Tel. 0711–164 31 14
KOSTEN Eintritt frei, Spenden erbeten
VERANSTALTER Anthroposophische Gesellschaft Stuttgart

Details

Datum:
24. Mrz
Zeit:
18:30 - 20:00
Veranstaltungsart:
Dozent / Künster:

Veranstalter

Anthroposophische Gesellschaft Stuttgart
Telefon:
+49 (0) 711 – 16431 -14
E-Mail:
Webseite:
https://rudolf-steiner-haus-stuttgart.de

Veranstaltungsort

Rudolf Steiner Haus Stuttgart | Großer Saal
Zur Uhlandshöhe 10, Stuttgart, 70188 Deutschland
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+49 (0) 711 – 16431 -14
Webseite:
https://rudolf-steiner-haus-stuttgart.de